Die Getränkeauswahl ist für Restaurants längst mehr als nur eine Ergänzung zum Essen. Sie ist ein wichtiger Umsatzbringer und trägt entscheidend zum Gesamterlebnis der Gäste bei. Während klassische Getränke weiterhin ihren festen Platz auf der Speisekarte haben, verändern sich die Vorlieben der deutschen Restaurantbesucher kontinuierlich. Gesundheit, Regionalität, Nachhaltigkeit und hochwertige Zutaten prägen die Getränketrends des Jahres 2026.
Mineralwasser bleibt unangefochtener Spitzenreiter
Ob Mittagessen, Geschäftsessen oder festliches Dinner – Mineralwasser ist nach wie vor das meistbestellte Getränk in deutschen Restaurants. Besonders gefragt sind hochwertige Mineralwässer mit oder ohne Kohlensäure, häufig aus regionalen Quellen. Viele Gäste achten zunehmend auf Nachhaltigkeit und bevorzugen Glasflaschen gegenüber Einwegverpackungen.
Für Gastronomen bleibt Mineralwasser daher ein unverzichtbarer Bestandteil jeder Getränkekarte.
Bier bleibt ein Klassiker
Deutschland ist und bleibt ein Bierland. Pils, Helles, Kellerbier und Weizenbier gehören weiterhin zu den beliebtesten Begleitern vieler Speisen. Gleichzeitig steigt die Nachfrage nach regionalen Brauereien und handwerklich gebrauten Spezialitäten.
Auch alkoholfreie Biere erleben einen regelrechten Boom. Moderne Brauverfahren sorgen inzwischen für einen vollmundigen Geschmack, sodass viele Gäste bewusst zur alkoholfreien Variante greifen – nicht nur Autofahrer.
Wein wird bewusster gewählt
Wein bleibt besonders in der gehobenen Gastronomie ein wichtiger Umsatzträger. Statt möglichst vieler Weine auf der Karte bevorzugen viele Gäste heute eine kleinere, aber sorgfältig ausgewählte Auswahl.
Deutsche Weißweine wie Riesling, Grauburgunder oder Sauvignon Blanc erfreuen sich großer Beliebtheit. Bei Rotweinen greifen Gäste häufig zu Spätburgunder oder internationalen Klassikern aus Italien, Spanien oder Frankreich.
Immer häufiger lassen sich Restaurantbesucher von Sommeliers beraten und probieren passende Weinbegleitungen zum Menü.
Alkoholfreie Cocktails gewinnen deutlich
Mocktails zählen zu den größten Getränketrends des Jahres 2026. Gäste möchten auf Genuss nicht verzichten, gleichzeitig aber ihren Alkoholkonsum reduzieren.
Kreative Kombinationen aus frischen Kräutern, hausgemachten Sirupen, hochwertigen Säften und Tonic Water bieten inzwischen echte Alternativen zu klassischen Cocktails.
Besonders jüngere Gäste bestellen alkoholfreie Drinks bewusst als Lifestyle-Produkt und nicht mehr nur als Ersatz.
Hausgemachte Limonaden und Eistees
Selbstgemachte Getränke wirken hochwertig und unterstreichen die Individualität eines Restaurants. Hausgemachte Zitronenlimonaden, Eistees mit Kräutern oder fruchtige Erfrischungsgetränke stehen bei vielen Gästen hoch im Kurs.
Sie bieten nicht nur attraktive Margen, sondern stärken gleichzeitig das gastronomische Profil eines Betriebs.
Kaffee bleibt nach dem Essen unverzichtbar
Ein hochwertiger Espresso oder Cappuccino gehört für viele Restaurantbesucher weiterhin zum perfekten Abschluss eines gelungenen Essens.
Neben klassischen Kaffeespezialitäten gewinnen auch Flat White, Cold Brew und Kaffees aus nachhaltigem Anbau an Bedeutung. Gäste achten zunehmend auf Qualität und Herkunft der Bohnen.
Aperitifs erleben ein Comeback
Vor dem Essen gönnen sich viele Gäste wieder einen stilvollen Aperitif. Besonders beliebt sind:
- Aperol Spritz
- Hugo
- Lillet Wild Berry
- Negroni
- Vermouth-Variationen
- regionale Secco-Cocktails
Auch alkoholfreie Aperitifs entwickeln sich zu einem wichtigen Umsatzsegment.
Regionale Spezialitäten überzeugen
Immer mehr Gäste möchten regionale Produkte kennenlernen – nicht nur beim Essen, sondern auch bei Getränken. Säfte heimischer Obstbauern, regionale Streuobstschorlen, handwerklich produzierte Limonaden oder Spirituosen kleiner Brennereien vermitteln Authentizität und passen hervorragend zum Trend der nachhaltigen Gastronomie.
Restaurants, die regionale Getränke aktiv empfehlen, schaffen ein individuelles Profil und stärken gleichzeitig lokale Produzenten.
Die Getränkewünsche deutscher Restaurantgäste im Jahr 2026 verbinden Tradition mit modernen Genussansprüchen. Mineralwasser, Bier und Wein bleiben die wichtigsten Klassiker, werden jedoch zunehmend durch alkoholfreie Alternativen, kreative Mocktails, hausgemachte Erfrischungsgetränke und regionale Spezialitäten ergänzt.
Für Gastronomen bietet diese Entwicklung große Chancen. Eine durchdachte Getränkekarte mit hochwertigen Produkten, regionalem Bezug und innovativen alkoholfreien Angeboten steigert nicht nur die Gästezufriedenheit, sondern auch den Durchschnittsbon. Wer aktuelle Getränketrends frühzeitig aufgreift und sein Angebot regelmäßig anpasst, verschafft sich einen klaren Wettbewerbsvorteil und erfüllt die Erwartungen einer genussorientierten, qualitätsbewussten Kundschaft.


















