Die Weinkarte gehört zu den wichtigsten Umsatzbringern eines Restaurants. Gleichzeitig haben sich die Vorlieben der Gäste in den vergangenen Jahren deutlich verändert. Während früher kräftige Rotweine häufig die erste Wahl waren, stehen 2026 Frische, Eleganz und Vielseitigkeit im Mittelpunkt. Leichtere Weißweine, hochwertige Rosés und charaktervolle Rotweine mit moderatem Alkohol erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Auch bewusster Genuss und regionale Herkunft spielen bei der Auswahl eine immer größere Rolle.
Riesling bleibt die Nummer eins
Der Riesling behauptet auch 2026 seine Spitzenposition auf vielen Weinkarten. Seine lebendige Säure, mineralische Struktur und die große Bandbreite von trocken bis feinherb machen ihn zum idealen Speisenbegleiter.
Besonders gefragt sind trockene Rieslinge aus Rheinhessen, der Pfalz, dem Rheingau und der Mosel. Sie harmonieren hervorragend mit Fischgerichten, Meeresfrüchten, Geflügel oder moderner asiatischer Küche. Gleichzeitig gewinnen Kabinett-Weine mit geringerem Alkoholgehalt wieder an Bedeutung, da viele Gäste bewusst leichtere Weine bevorzugen.
Grauburgunder überzeugt viele Gäste
Kaum eine Rebsorte ist in deutschen Restaurants so konstant erfolgreich wie Grauburgunder. Sein ausgewogener Charakter zwischen Frucht, Körper und milder Säure spricht sowohl Weinkenner als auch Gelegenheitsgenießer an.
Grauburgunder passt ausgezeichnet zu:
- Kalbfleisch
- Pasta
- Pilzgerichten
- Spargel
- mediterraner Küche
Für Gastronomen gehört mindestens ein hochwertiger Grauburgunder heute praktisch zur Standard-Weinkarte.
Sauvignon Blanc gewinnt weiter Marktanteile
Fruchtige Aromen nach Stachelbeere, Holunder und exotischen Früchten machen Sauvignon Blanc besonders bei jüngeren Gästen beliebt.
Die Rebsorte harmoniert hervorragend mit:
- Salaten
- vegetarischen Gerichten
- Sushi
- Ziegenkäse
- Fisch
Gerade moderne Restaurants und Weinbars setzen verstärkt auf hochwertige Sauvignon Blancs aus Deutschland, Frankreich oder Neuseeland.
Rosé ist längst kein Sommerwein mehr
Rosé hat sich endgültig als Ganzjahreswein etabliert. Hochwertige trockene Roséweine begleiten inzwischen Burger, Pasta, Antipasti oder mediterrane Fischgerichte.
Besonders in der Außengastronomie sorgen Roséweine für hohe Umsätze, da sie leicht, frisch und unkompliziert wirken.
Spätburgunder führt bei Rotwein
Unter den Rotweinen bleibt Spätburgunder (Pinot Noir) der große Gewinner.
Seine elegante Struktur, feine Frucht und moderate Tannine passen hervorragend zur modernen Küche. Immer mehr Restaurants servieren Spätburgunder zudem leicht gekühlt – insbesondere im Sommer. Auch international erhält deutscher Spätburgunder zunehmend höchste Auszeichnungen.
Primitivo bleibt Publikumsliebling
Wer kräftigere Rotweine bevorzugt, greift häufig zu Primitivo aus Apulien.
Seine intensive Frucht, weichen Tannine und das ausgezeichnete Preis-Leistungs-Verhältnis machen ihn zu einem Bestseller in vielen Restaurants. Besonders zu Steaks, Pizza oder Grillgerichten bleibt Primitivo ein sicherer Umsatzgarant.
Chardonnay erlebt ein Comeback
Auch Chardonnay entwickelt sich wieder zu einer festen Größe auf der Weinkarte.
Während früher häufig stark im Holz ausgebaute Varianten dominierten, bevorzugen Gäste heute frischere, mineralischere Chardonnays mit dezenter Barrique-Note. Dadurch wird die Rebsorte deutlich vielseitiger einsetzbar.
Weinkarten werden moderner
Neben den klassischen Rebsorten setzen immer mehr Gastronomen auf kleinere Weingüter, Bio-Weine und regionale Spezialitäten. Gäste möchten Herkunft, Nachhaltigkeit und die Geschichte hinter dem Wein kennenlernen.
Zudem zeigt sich ein klarer Trend zu leichteren Weinen mit moderatem Alkoholgehalt. Genuss steht weiterhin im Mittelpunkt – allerdings bewusster als noch vor einigen Jahren.
Die beliebtesten Weinsorten im Restaurant 2026 verbinden Qualität, Frische und Vielseitigkeit. Riesling, Grauburgunder und Sauvignon Blanc dominieren die Weißweinkarten, während Spätburgunder und Primitivo bei den Rotweinen die Favoriten der Gäste bleiben. Ergänzt durch hochwertige Roséweine und moderne Chardonnay-Interpretationen entsteht eine abwechslungsreiche Weinauswahl, die unterschiedlichste Geschmäcker anspricht. Für Gastronomen lohnt es sich, die Weinkarte regelmäßig zu aktualisieren und auf aktuelle Genussgewohnheiten einzugehen – denn eine gut zusammengestellte Weinauswahl steigert nicht nur die Zufriedenheit der Gäste, sondern auch den Umsatz des Betriebs.


















